
SCHLAFSTÖRUNGEN
Ein erholsamer Schlaf ist die Grundlage für körperliche und seelische Gesundheit. Wenn der Schlaf dauerhaft gestört ist, leidet die Lebensqualität erheblich. Rund ein Viertel der österreichischen Bevölkerung ist von Ein- oder Durchschlafstörungen betroffen – also von Schwierigkeiten, in den Schlaf zu finden oder diesen aufrechtzuerhalten.
Schlafstörungen können vorübergehend, kurzfristig oder chronisch auftreten. Die Ursachen sind vielfältig: Häufig spielen seelische Belastungen, Stress oder depressive Verstimmungen eine Rolle. Ebenso können organische Faktoren wie das Restless-Legs-Syndrom oder eine Schlafapnoe (nächtliche Atemaussetzer) zugrunde liegen.
Die Diagnostik umfasst ein ausführliches ärztliches Gespräch, gegebenenfalls das Führen eines Schlaftagebuchs und – bei komplexeren Fällen – eine Untersuchung im Schlaflabor. Entscheidend ist, die individuelle Ursache der Störung zu erkennen, um eine gezielte Behandlung zu ermöglichen.
In der Therapie stehen verhaltenstherapeutische und schlafhygienische Maßnahmen im Vordergrund – etwa der Aufbau fester Schlafgewohnheiten, die Reduktion von Bildschirmzeit, ein geregelter Tagesrhythmus und der bewusste Umgang mit Stress.
Medikamente kommen nur nach sorgfältiger Abwägung zum Einsatz und sind in der Regel keine Dauerlösung.
Ziel ist es, den natürlichen Schlafrhythmus wiederherzustellen – für mehr Energie, Stabilität und Wohlbefinden im Alltag.