
KOPFSCHMERZZENTRUM
Kopfschmerz ist nicht gleich Kopfschmerz. Mehr als 250 verschiedene Kopfschmerzarten sind heute bekannt – jede mit eigenen Ursachen und Behandlungswegen. Ein wesentlicher Schwerpunkt meiner Arbeit ist daher die sorgfältige Diagnostik und Behandlung von Kopfschmerzerkrankungen.
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen primären Kopfschmerzen – wie Migräne oder Spannungskopfschmerzen – und sekundären Kopfschmerzen, die im Rahmen anderer Erkrankungen (z. B. Infektionen) auftreten. Eine genaue Einordnung ist entscheidend für die richtige Therapie.
Rund 70 % der Bevölkerung leiden zumindest gelegentlich an Spannungskopfschmerzen, etwa 10 % an Migräne. Deutlich seltener sind spezielle Formen wie der Cluster-Kopfschmerz oder andere trigemino-autonome Kopfschmerzsyndrome. Frauen sind etwa dreimal häufiger betroffen als Männer.
Ein besonderes Augenmerk gilt dem Medikamentenübergebrauchskopfschmerz, der entsteht, wenn Schmerzmittel zu häufig eingenommen werden. Er entwickelt sich meist aus einer bestehenden Kopfschmerzerkrankung und wird durch die übermäßige Einnahme weiter verstärkt. In solchen Fällen ist ein gezielter Medikamentenentzug – gegebenenfalls auch im stationären Rahmen – der wichtigste Therapieschritt.
Die Grundlage jeder Behandlung ist eine präzise Diagnostik: ein ausführliches Gespräch, die genaue Erfassung des Krankheitsverlaufs, gegebenenfalls bildgebende Untersuchungen und das Führen eines Kopfschmerzkalenders.
Therapeutisch bewährt hat sich ein multimodaler Ansatz, der medikamentöse Therapie mit Bewegung, Physiotherapie, Stressbewältigung und psychologischen Verfahren kombiniert.
Ziel ist es, die Häufigkeit und Intensität der Kopfschmerzen zu reduzieren, Lebensqualität zurückzugewinnen – und Kontrolle über den eigenen Körper wiederzuerlangen.